Das Thema private Pflegezusatzversicherung rückt damit immer mehr in den Vordergrund und ist dementsprechend heute ein fester Bestandteil des Versicherungsmarktes. Im Schnitt ist inzwischen jeder 25. Bürger demzufolge pflegebedürftig. Das liegt nicht zuletzt an der immer höher wachsenden Lebenserwartung. Gleichzeitig ist dessen ungeachtet die Pflege innerhalb der Familie immer seltener möglich. Umso weniger, als man aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage auf den Beruf und das damit verbundene Einkommen angewiesen ist. Die Pflegequalität bleibt hierdurch leider oft ohne eine Pflegezusatzversicherung auf der Strecke. Übrigens diskutiert man in den letzten Jahren immer wieder heiß darüber.

Individuelle Berechnung Ihrer Pflegezusatzversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung

Jeder Bürger hat im Falle einer Pflegebedürftigkeit Anspruch auf das gesetzliche Pflegegeld. Es gibt dessen ungeachtet insgesamt 5 Pflegestufen, die vom jeweiligen Pflegeaufwand abhängig sind. Je höher die pflegebedürftige Person eingestuft ist, desto mehr Pflegegeld bezahlt der Staat. Damit sind aber nur selten alle Ansprüche gedeckt und oft reicht dieses gesetzliche Pflegegeld gerade einmal für die Mindestsicherung. Wer darüber hinaus versorgt sein möchte, sollte sich infolgedessen früh genug Gedanken über eine private Pflegeversicherung machen.

Die Arten der privaten Pflegeversicherungen

PflegezusatzversicherungÜbrigens unterscheidet aktuell der Versicherungsmarkt zwei Arten von Pflegeversicherungen. Einerseits gibt es die Modelle, die sich ausschließlich an der Pflegestufe orientieren. Allerdings wird hierbei die Pflegebedürftigkeit von einem Sachverständigen festgestellt. Der monatliche Auszahlungsbetrag berechnet sich je nachdem, wie hoch der Versicherte eingestuft ist und welchen Pflegeversicherung Tarif er wählt.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Pflegeversicherungsmodelle, wo die gesetzliche Pflegestufe keine Relevanz hat. Hier orientiert man sich an den „Activities of daily life“. Diese Activities of daily life bezeichnen die Grundtätigkeiten im Alltag. Kann der Versicherte beispielsweise nicht mehr alleine aufstehen, sich nicht selbst waschen, ankleiden oder ähnliches, bezahlt die Versicherung einen Betrag. Der natürlich auch bereits bei Abschluss des Versicherungsvertrags festgelegt wurde. Auch hier erfolgt die Feststellung über diese Pflegebedürftigkeit durch einen Sachverständigen der Versicherung.

Abgesehen von diesen beiden Hauptgruppen gibt es auch noch Versicherungsmodelle, die speziell für die Pflege nach einer Operation. Hier erhält der Versicherte einen bestimmten vorab vereinbarten Betrag pro Tag.

Wie bei Krankenzusatzversicherungen steigen auch bei der Pflegezusatzversicherung mit dem Alter des Versicherten die Prämien.